Lesezeit 4 Minuten · aktualisiert im September 2026
Die kurze Antwort
Die Kombination geht auf, wenn das Haus mit niedrigen Vorlauftemperaturen warm wird und das Dach groß genug ist. Die Photovoltaik deckt dann einen Teil des Wärmepumpenstroms.
Den ganzen deckt sie nicht: Im Winter, wenn am meisten geheizt wird, liefert das Dach am wenigsten.
Was die Anlage wirklich beiträgt
Übers Jahr kommt nach unserer Erfahrung häufig etwa ein Viertel bis ein Drittel des Wärmepumpenstroms vom eigenen Dach, mit Speicher und guter Steuerung etwas mehr. Am meisten bringt die Anlage in der Übergangszeit und beim Warmwasser im Sommer.
Welche Reihenfolge sinnvoll ist
| Ausgangslage | Empfehlung |
|---|---|
| Heizung ist alt und muss bald raus | Wärmepumpe zuerst planen, Photovoltaik gleich passend auslegen |
| Heizung läuft noch einige Jahre | Photovoltaik jetzt, Zählerschrank für die Wärmepumpe vorbereiten |
| Beides steht an | Zusammen planen: ein Umbau am Zählerschrank, eine Steuerung |
| Unsanierter Altbau | Erst den Wärmebedarf senken, dann die Wärmepumpe |
Worauf es bei der Kombination ankommt
- ✓Photovoltaik größer auslegen als für den Haushalt allein
- ✓Eine Steuerung, die die Wärmepumpe bei Solarüberschuss anfordert
- ✓Warmwasser- und Pufferspeicher mittags aufheizen
- ✓Zählerkonzept vorab mit dem Netzbetreiber klären
Wann es nicht aufgeht
Wenn das Haus Vorlauftemperaturen deutlich über 55 °C braucht, arbeitet die Wärmepumpe unwirtschaftlich — daran ändert auch Solarstrom wenig. Dasselbe gilt für kleine oder stark verschattete Dächer. Dann rechnen wir beide Maßnahmen getrennt und sagen, welche sich lohnt.