Lesezeit 4 Minuten · aktualisiert im September 2026
Die kurze Antwort
Früher verdiente eine Solaranlage ihr Geld mit dem Strom, der ins Netz ging. Heute liegt die Vergütung für neue Anlagen deutlich unter dem Preis für Netzstrom.
Die Anlage rechnet sich deshalb über den Strom, den Sie nicht mehr kaufen müssen. Gleichzeitig kosten Anlagen heute deutlich weniger als vor zehn Jahren.
Beispielrechnung: Einfamilienhaus mit 10 kWp
| Posten | Annahme | Pro Jahr |
|---|---|---|
| Jahresertrag | 900 kWh je kWp | 9.000 kWh |
| Eigenverbrauch | 30 % zu 30 Cent je kWh | 810 € |
| Einspeisung | 70 % zu 7 Cent je kWh | 441 € |
| Summe | ohne Speicher | rund 1.250 € |
Rechenbeispiel mit vorsichtigen Annahmen, keine Zusage. Wartung und Versicherung sind nicht eingerechnet. Den aktuell gültigen Vergütungssatz veröffentlicht die Bundesnetzagentur.
Was dabei herauskommt
Bei einem Anlagenpreis von 14.000 € ist die Anlage in diesem Beispiel nach gut elf Jahren bezahlt. Hersteller geben auf die Leistung ihrer Module üblicherweise 25 Jahre Garantie oder mehr.
Steigt der Strompreis oder der Eigenverbrauch, geht es schneller. Ein Speicher hebt den Eigenverbrauch auf über 70 %, kostet aber zusätzlich — ob er die Rechnung verbessert, hängt vom Verbrauch ab.
Wovon die Rechnung abhängt
- ✓Eigenverbrauch: Selbst genutzter Strom ist ein Mehrfaches des eingespeisten wert
- ✓Strompreis: Je höher, desto schneller ist die Anlage bezahlt
- ✓Dach: Ost-West bringt weniger Ertrag, verteilt ihn aber besser über den Tag
- ✓Verbraucher: Wärmepumpe und E-Auto erhöhen den Eigenverbrauch
Wann es sich nicht rechnet
Bei stark verschatteten Dächern, bei sehr kleinem Stromverbrauch — oder wenn das Dach in den nächsten Jahren ohnehin neu gedeckt werden muss. Dann empfehlen wir, erst das Dach zu machen und die Anlage gleich mitzuplanen.